Algerien WM 2026: Österreichs Gegner in Gruppe J

Algerische Fußball-Nationalmannschaft Les Fennecs bei der Weltmeisterschaft 2026

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Als österreichischer WM-Fan muss ich diese Mannschaft besonders genau analysieren: Algerien ist unser direkter Konkurrent in Gruppe J um den Einzug ins Achtelfinale. Die „Fennecs“ (Wüstenfüchse) sind kein Außenseiter, den man unterschätzen sollte. Afrika-Cup-Sieger 2019 mit einem dominanten Turnier, starke Qualifikation, und Spieler in den besten europäischen Ligen. Wenn Österreich das Achtelfinale erreichen will, muss das Team gegen Algerien bestehen.

Die Gruppenauslosung war klar: Argentinien als Favorit, dann Österreich und Algerien im Kampf um Platz zwei, Jordanien als Außenseiter. Das Duell Österreich gegen Algerien am 27./28. Juni (05:00 MESZ) im Arrowhead Stadium in Kansas City könnte über das Weiterkommen entscheiden. Ein Spiel, das Österreich gewinnen muss – oder zumindest nicht verlieren darf.

Algerien hat bei der WM 2014 das Achtelfinale erreicht und dort gegen Deutschland erst in der Verlängerung verloren (1:2). Die Erinnerung an dieses starke Turnier ist noch präsent. Bei der WM 2022 fehlten die Fennecs, nachdem sie in einem kontroversen Qualifikationsspiel gegen Kamerun ausgeschieden waren. Die WM 2026 ist ihre Chance auf Rehabilitation.

Der algerische Kader

Der Kader für die WM 2026 ist eine Mischung aus Veteranen der erfolgreichen Afrika-Cup-Siegermannschaft 2019 und jungen, hungrigen Talenten, die sich in europäischen Ligen beweisen. Die meisten Spieler sind in europäischen Ligen aktiv – Frankreich (Ligue 1 hat traditionell viele algerische Spieler), Italien, Deutschland, England. Die Qualität ist definitiv da, auch wenn die Namen nicht so bekannt sind wie bei europäischen Top-Teams.

Im Tor steht Rais M’Bolhi oder ein jüngerer Nachfolger wie Anthony Mandrea. Die Torhüterposition ist traditionell Algeriens Schwachstelle und könnte in engen Spielen zum Problem werden. Die Defensive hat Aïssa Mandi (ehemals Villarreal, jetzt in Saudi-Arabien) als Erfahrungsträger und Führungsspieler. Dazu kommen jüngere Spieler aus der Ligue 1 und anderen europäischen Ligen, die sich noch beweisen müssen.

Das Mittelfeld ist Algeriens absolute Stärke und der Schlüssel zu jedem Erfolg. Spieler wie Ismaël Bennacer (AC Milan) bringen echte Weltklasse-Qualität. Seine Erfahrung in der Serie A und Champions League macht ihn zum unbestrittenen Schlüsselspieler. Dazu kommen weitere talentierte Mittelfeldspieler aus europäischen Ligen wie Houssem Aouar (wenn er die Form findet) und andere.

Die Offensive hat durchaus Qualität und Torgefahr. Riyad Mahrez (falls noch aktiv und in guter Form), Baghdad Bounedjah als Torjäger, und jüngere Talente wie Amine Gouiri bringen verschiedene Optionen. Die Schnelligkeit auf den Flügeln und die technische Qualität sind gefährlich für jeden Gegner, besonders im Konterspiel.

Die Stars der Fennecs

Ismaël Bennacer ist der wichtigste und wertvollste Spieler im algerischen Kader. Der AC-Milan-Profi hat in Italien gezeigt, dass er auf absolutem Top-Niveau bestehen kann – Serie-A-Meister 2022, regelmäßiger Champions-League-Spieler, Stammspieler bei einem der größten Klubs der Welt. Sein präzises Passspiel, seine exzellente Ballkontrolle und seine Zweikampfstärke machen ihn zum Motor des Teams. Bei der WM 2026 wird er 28 sein – im perfekten Alter für einen Mittelfeldspieler.

Riyad Mahrez, falls er noch dabei ist und fit, bringt die Erfahrung von Jahren bei Manchester City unter Pep Guardiola. Der Afrika-Cup-MVP 2019 hat auf Klubebene alles gewonnen – mehrere Premier-League-Titel, Champions League 2023. Seine Dribblings auf dem rechten Flügel und seine gefährlichen Flanken sind eine ständige Gefahr. Mit 35 Jahren bei der WM ist seine Rolle und Fitness unklar, aber seine Erfahrung in großen Spielen ist unbezahlbar.

Die jüngere Generation um Spieler wie Amine Gouiri (Rennes, früher Nizza) muss die Last übernehmen und zeigen, dass sie bereit ist für die große Bühne. Der Generationswechsel ist im Gange, und die WM 2026 wird zeigen, ob die neuen Stars bereit sind, die Verantwortung zu tragen. Said Benrahma (West Ham, später andere Klubs) bringt Premier-League-Erfahrung auf den Außenpositionen.

Baghdad Bounedjah ist der Torjäger des Teams. In der katarischen Liga hat er jahrelang getroffen und bei Turnieren geliefert – sein Siegtor im Afrika-Cup-Finale 2019 gegen Senegal ist unvergessen. Mit 34 Jahren bei der WM ist er erfahren und weiß, wie man wichtige Tore schießt.

Das Duell mit Österreich

Das Spiel Algerien gegen Österreich am 27./28. Juni 2026 (05:00 Uhr MESZ) im Arrowhead Stadium in Kansas City könnte das absolut entscheidende Gruppenspiel werden. Beide Teams werden gegen Argentinien wahrscheinlich verlieren (oder bestenfalls Unentschieden spielen) und gegen Jordanien gewinnen müssen. Das direkte Duell entscheidet höchstwahrscheinlich über Platz zwei in Gruppe J und damit über den Einzug ins Achtelfinale.

Algeriens Stärken, die Österreich Probleme bereiten könnten: Schnelligkeit auf den Flügeln, die Rangnicks Außenverteidiger unter Druck setzen kann. Technische Qualität im Mittelfeld, die den Ball halten kann. Erfahrung bei großen Turnieren (Afrika-Cup-Siege, WM 2014 Achtelfinale). Die Fennecs können jeden Gegner unter Druck setzen und durch Pressing Fehler erzwingen.

Algeriens Schwächen, die Österreich ausnutzen könnte: Defensive Anfälligkeit, besonders bei hohem Pressing – genau Rangnicks Spezialität. Inkonstante Torhüterleistungen könnten bei Standards gefährlich werden. Die möglicherweise fehlende WM-Erfahrung der jüngeren Spieler könnte unter Druck zum Problem werden. Gegen ein taktisch diszipliniertes Team wie Österreich unter Rangnick könnten diese Schwächen entscheidend sein.

Aus österreichischer Sicht: Rangnicks Pressing-System könnte gegen Algerien gut funktionieren. Die technisch guten, aber manchmal defensiv unorganisierten Fennecs könnten Probleme mit dem hohen, intensiven Druck haben. Aber Vorsicht vor Kontern ist geboten – Algeriens Schnelligkeit auf den Außenbahnen ist extrem gefährlich bei Ballverlusten.

Quoten auf Algerien

Die Buchmacher sehen Algerien bei einer Quote von etwa 80,00 auf den WM-Titel – klar als Außenseiter eingestuft, aber nicht ohne Chancen in der Gruppenphase. Die Quote reflektiert die Realität: Algerien kann einzelne Spiele gewinnen, aber ein langer Turnierweg ist unwahrscheinlich.

„Algerien erreicht das Achtelfinale“ bei 3,00 zeigt, dass das Weiterkommen als Gruppenzweiter durchaus möglich ist. Der Markt sieht Algerien und Österreich auf ähnlichem Niveau – das direkte Duell wird entscheiden. „Algerien wird Gruppenzweiter“ bei 4,00 ist ein interessanter Pick für diejenigen, die an die Fennecs glauben.

Für das Spiel Algerien gegen Österreich werden die Quoten relativ ausgeglichen sein – Österreich als leichter Favorit (etwa 2,20), Unentschieden bei 3,20, Algerien-Sieg bei 3,50. Kein klarer Fall, was die Spannung erhöht.

Spieler-Wetten sind begrenzt verfügbar für afrikanische Teams, aber: „Bennacer MVP eines Gruppenspiels“ könnte interessant sein. „Algerien schießt mindestens ein Tor gegen Österreich“ bei 1,60 ist realistisch – die Fennecs haben offensive Qualität.

Meine Einschätzung

Algerien ist ein unbequemer und gefährlicher Gegner, den Österreich unbedingt ernst nehmen muss. Die Fennecs haben echte Qualität in Form von Bennacer und anderen Europa-Profis, Erfahrung von großen Turnieren wie dem Afrika-Cup, und den Hunger, bei der WM zu glänzen und sich für das Verpassen von 2022 zu rehabilitieren. Das direkte Duell wird höchstwahrscheinlich das wichtigste Spiel der Gruppenphase für beide Teams.

Für Österreich gilt eine klare Strategie: Respekt vor dem Gegner ja, aber keine Angst. Rangnicks taktisch diszipliniertes Team hat die Qualität, Algerien zu schlagen. Das hohe Pressing könnte gegen die technisch guten, aber defensiv anfälligen Fennecs funktionieren. Aber jede Unterschätzung wäre gefährlich und könnte das WM-Abenteuer früh beenden. Die Fennecs können jeden ärgern – das haben sie bei vergangenen Afrika-Cups und der WM 2014 eindrucksvoll bewiesen.

Die Spielweise wird entscheidend sein. Algerien wird versuchen, das Spiel zu kontrollieren und die technische Überlegenheit im Mittelfeld auszuspielen. Österreich wird pressen und auf Ballgewinne in gefährlichen Zonen setzen. Wer seine Spielidee durchsetzt, gewinnt.

Meine Prognose: Das Spiel endet 1:1 oder mit einem knappen österreichischen Sieg (2:1). Algerien wird definitiv Probleme machen und nicht einfach zu schlagen sein, aber Österreichs taktische Disziplin und Rangnicks Erfahrung sollten am Ende den Unterschied machen. Für mehr Details zur österreichischen Perspektive und Taktik siehe die Österreich WM 2026 Seite.

Die WM 2026 ist für Algerien eine Chance, sich nach dem verpassten Turnier 2022 zurückzumelden. Die Fennecs wollen zeigen, dass der Afrika-Cup-Sieg 2019 kein Einmalausreißer war. Für österreichische Fans ist dieses Team der wichtigste Gegner neben Argentinien – wer hier nicht liefert, fährt früh nach Hause.