Spaniens WM-Zu-Null-Rekord: Sechs Spiele, null Gegentore
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Es ist die Defensivleistung dieser WM. Spaniens „Roja" hat in fünf Spielen noch kein einziges Gegentor kassiert – null, in 450 plus Minuten. Heute Abend (21:00 Uhr MESZ) gegen Belgien kann die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente als erstes Team der WM-Geschichte das sechste Zu-Null-Spiel in Folge nachlegen. Torhüter Unai Simón steht zudem vor dem Längenrekord – die 517 Minuten aus dem Jahr 1990 von Italiens Walter Zenga hat er bereits überboten.

Der Lauf in Zahlen
| Spiel | Datum | Gegner | Ergebnis | Gegentore | Simón-Minuten ohne Gegentor |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 11. Juni | Kap Verde | 0:0 | 0 | 90 |
| 2 | 16. Juni | Saudi-Arabien | 4:0 | 0 | 180 |
| 3 | 21. Juni | Uruguay | 1:0 | 0 | 270 |
| 4 | 1. Juli (R32) | Österreich | 3:0 | 0 | 360 |
| 5 | 6. Juli (R16) | Portugal | 1:0 (Merino, 91.) | 0 | 450 |
| 6 | 10. Juli (VF) | Belgien | steht bevor | ? | ? |
Rekord: Würde Spanien heute Abend gegen Belgien kein Gegentor kassieren, wären es sechs aufeinanderfolgende WM-Spiele ohne Gegentor – ein Rekord, der im modernen Fußball praktisch unerreichbar schien. Die spanische Sportzeitung AS titelte nach dem Portugal-Spiel: „Die Champions sind zurück."
Unai Simón: Der stille Held
Über Spanien sprachen in dieser WM immer wieder die Youngster – Lamine Yamal (18), Pedri (23), Nico Williams (22). Im Tor steht aber ein 27-Jähriger, dessen Leistungen diese Defensivbilanz erst ermöglichen. Unai Simón hat nun 450+ Minuten ohne Gegentor in der WM 2026 absolviert und damit einen 36 Jahre alten Rekord von Italiens Walter Zenga gebrochen. Bei der WM 1990 in Italien hatte Zenga mit 517 Minuten ohne Gegentor geglänzt – eine Marke, die bis zu diesem Turnier für unerreichbar galt.
Simóns Weg dahin war nicht ohne Makel. In der Gruppenphase gegen Uruguay rettete er in der Nachspielzeit mit einer Glanzparade das 0:0, im Achtelfinale gegen Portugal fing er einen vermeintlich gefährlichen Schuss von Rafael Leão mit einer Fußabwehr ab. Die spanische Sportzeitung AS nannte ihn nach dem Portugal-Spiel „den sichersten Rückhalt, den Spanien je hatte".
Was Spanien ausmacht
Die spanische Defensive ist nicht das Werk eines einzelnen Spielers, sondern eines Systems. Trainer Luis de la Fuente setzt auf eine Viererkette mit Porro (rechts) und Cucurella (links), davor Rodri und Pedri als doppelte Sechs. Im Zentrum verteidigen Cubarsí und Laporte – jung und erfahren zugleich.
Die Pressing-Linie beginnt vorne: Yamal und Oyarzabal zwingen die gegnerischen Außenverteidiger zu langen Bällen, Williams (wenn fit) und Baena greifen die Halbräume an. Spanien spielt das moderne, ballorientierte Pressing, das keine Zeit für den Gegner lässt.
- Ruhe im Aufbau: Belgiens Keeper Courtois und die Innenverteidiger müssen unter Druck präzise spielen. Spanien wird versuchen, Ballverluste zu erzwingen.
- Standards: Spanien hat bei Ecken und Freistößen mit die beste Defensive des Turniers, Belgien braucht aus Standards oder Kontern seine Chancen.
- Individuelle Klasse: Kevin De Bruyne (zentral aufgeboten) gegen Rodri – das ist das Duell, das den Schlüssel zum Spiel liefern kann.
- Spanien: 6 Siege
- Unentschieden: 1
- Belgien: 0 Siege
- Spanien spielt heute gegen Belgien um das sechste Zu-Null-Spiel in Folge – ein Rekord, den es in der WM-Geschichte noch nicht gab.
- Torhüter Unai Simón hat mit 450+ Minuten Walter Zengas 36 Jahre alten Rekord (517 Minuten, Italien 1990) bereits gebrochen.
- Die spanische Defensive ist ein Mannschafts-Werk: Cubarsí/Laporte im Zentrum, Porro/Cucurella außen, Rodri/Pedri vor der Abwehr.
Hintergrund zum anstehenden Spiel: Tipps Spanien – Belgien. Was Mbappé und Messi am Goldenen-Schuh-Rennen ändern: Mbappé zieht mit Messi gleich. Dazu im Kontext: der gestrige 2:0-Sieg der Franzosen gegen Marokko im ersten Viertelfinale – Frankreich im Halbfinale – und die Frage, wer Spanien am Dienstag im Halbfinale in Dallas erwartet. Spanien-Hintergrund auf der Spanien-Teamseite.
