Österreich ausgeschieden: Das Ende nach Spanien

Updated Juli 2026
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Die erste WM-Teilnahme des ÖFB-Teams seit 28 Jahren ist vorbei. Österreich hat sich im Sechzehntelfinale Spanien mit 0:3 geschlagen geben müssen – und zwar gegen eine Mannschaft, die in diesem Turnier noch kein Gegentor kassiert hat. Das Ergebnis ist deutlich, aber kein Zufall. Was bleibt, ist eine ordentliche Bilanz mit Licht und Schatten.

Österreichische Fans nach dem Schlusspfiff eines WM-Spiels im Stadion
Die WM-Reise endet im Sechzehntelfinale: das ÖFB-Team hat gegen Spanien 0:3 verloren. Bild: Symbolbild.

Was am Tag des Spiels passierte

Am 2. Juli traf Österreich im Los Angeles Stadium in Inglewood auf Spanien – und lag am Ende klar mit 0:3 zurück. Mikel Oyarzabal brachte die Iberer in der 36. Minute in Führung, Pedro Porro erhöhte in der 66. Minute mit seinem ersten Länderspieltor, und Oyarzabal machte in der 89. Minute mit seinem zweiten Treffer alles klar. Spanien blieb damit auch im vierten Turnierspiel ohne Gegentor.

Österreichs beste Momente blieben Fragmente: Michael Gregoritsch kam nach einer Sabitzer-Flanke bei 0:0 nicht entscheidend an den Ball, auch der eingewechselte Sasa Kalajdžić brachte seinen Kopfball nicht unter. Spaniens Lamine Yamal war der auffälligste Angreifer, scheiterte aber mehrfach an ÖFB-Keeper Alexander Schlager.

Was die Daten zeigen

Spanien ist die einzige Mannschaft im gesamten Turnier, die in keinem ihrer bisherigen Spiele ein Gegentor kassiert hat. Gegen Österreich unterstrich das die individuelle Klasse: Oyarzabal steht mit vier Turniertoren an der Spitze der Torschützenliste, Porro traf erstmals im Nationaltrikot, und Yamal sorgte über die gesamte Spielzeit für Gefahr. Österreich fand offensiv kaum statt – die wenigen Halbchancen durch Gregoritsch und Kalajdžić blieben ungenutzt.

Eine turbulente Gruppenphase

Österreichs Weg ins Sechzehntelfinale war nicht selbstverständlich. Das Team spielte in Gruppe J mit Argentinien, Algerien und Jordanien – ein hartes Tableau. Das Eröffnungsspiel gegen Jordanien (17. Juni, Levi’s Stadium) gewann Österreich mit 3:1. Danach verlor man gegen Argentinien (0:2). Am 28. Juni ging es gegen Algerien – ein packendes 3:3, bei dem Sasa Kalajdžić in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte und Österreich damit den zweiten Platz sicherte.

Schlussendlich reichte es für den zweiten Platz hinter Argentinien und damit für das Weiterkommen ins Sechzehntelfinale. Das ÖFB-Team hat damit das Saisonziel Gruppenphase übererfüllt – den Sprung über Spanien hinaus aber nicht geschafft.

Was die Fans mitnehmen

Ich war nicht in Los Angeles, aber die Reaktion in Österreich war gespalten. Viele Fans feierten das Erreichen des Sechzehntelfinales als historisch (erste WM-Teilnahme seit 1998). Andere kritisierten die Chancenauswertung. Beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung.

Das Ergebnis 0:3 spiegelt die Realität. Spanien ist im Turnier seit dem ersten Spiel in Form – Yamal, Oyarzabal und die übrige Offensive haben die individuelle Klasse und das Selbstvertrauen, ein K.-o.-Spiel früh zu entscheiden. Dass Österreich ohne Gegentor bleiben konnte, war illusorisch. Die Frage war nur: Wie deutlich wird es am Ende?

Was bleibt – und was kommt

Die zentrale Frage nach dem Ausscheiden ist: Was nimmt das ÖFB-Team aus dieser WM mit? Es war eine historische Teilnahme – und der erstmalige Einzug ins Sechzehntelfinale wird im österreichischen Bewusstsein sicher ein neues Kapitel eröffnen. Was auf dem Platz geblieben ist:

  • Eine erfolgreiche Qualifikation: Das ÖFB-Team hat sich für die WM 2026 qualifiziert – das war die eigentliche Sensation der Saison.
  • Eine gute Gruppenphase: Trotz der Niederlage gegen Argentinien und dem dramatischen 3:3 gegen Algerien war es eine disziplinierte Leistung, die ins Sechzehntelfinale führte.
  • Eine deutliche Lehrstunde im Sechzehntelfinale: Spanien war eine Nummer zu groß. Die Klasse dieses Teams muss man anerkennen – auch wenn die Niederlage schmerzt.

Ausblick auf die kommenden Tage

Österreich ist ausgeschieden, das Turnier geht weiter. Die nächsten Schwerpunkte für österreichische Fans sind:

  • Mexiko–England am 5. Juli: Mexiko spielt in der Heimat, mit großer Fan-Unterstützung und auf 2.240 m Höhe.
  • Portugal–Spanien am 6. Juli: Wer Spanien weiter verfolgen will, schaut in das „Iberische Derby“ – Quote 1,91 auf Spanien.
  • Argentinien–Ägypten am 7. Juli: Der Messi-Salah-Vergleich wird eines der meistbeachteten Duelle des Achtelfinals.

Eine vollständige Übersicht zu allen acht Achtelfinal-Partien findest du im Achtelfinal-Überblick. Die Bilanz des ÖFB-Teams im Turnier einschließlich Gruppenspiele kannst du in der österreichischen Teamseite und in den Szenarien vor dem Algerien-Spiel nachlesen.

  • Spanien (Quote 1,91 im Achtelfinal-Spiel gegen Portugal) ist die Turnier-Sensation und hat noch kein Gegentor kassiert.
  • Österreichs Sechzehntelfinal-Einzug war historisch – das Ausscheiden gegen Spanien ist kein Misserfolg, sondern eine Standortbestimmung.
  • Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Spanien den Turniersieg tatsächlich Realität werden lässt.
Wie ist Österreich ausgeschieden?
Im Sechzehntelfinale gegen Spanien, mit 0:3 (Oyarzabal 36′ und 89′, Porro 66′) – Spanien war die einzige Mannschaft des Turniers ohne Gegentor bis zu diesem Zeitpunkt.
Was hat Österreich aus dieser WM mitgenommen?
Eine erstmalige Sechzehntelfinalteilnahme seit 1998, eine erfolgreiche Gruppenphase und eine deutliche Lehrstunde gegen eine der Top-Nationen.
Wann ist die nächste WM für Österreich?
Die nächste Weltmeisterschaft findet 2030 statt, die Qualifikation dazu beginnt im Jahr darauf.